Innovationen aus dem Südlichen Afrika– Virtueller Messe-Pitch des Business Scouts for Development Programm

Seit Frühjahr diesen Jahres bieten die virtuellen Messe-Pitches des Business Scouts for Development Programms Unternehmen mit innovativen Produkt- und Dienstleistungsideen aus Entwicklungs- und Schwellenländern die Chance auf ein umfassendes Messeförderungsprogramm. Nachdem bereits west-, ost- und zentralafrikanische Unternehmen an den Messe-Pitches teilnahmen, erhielten nun Unternehmen aus dem südlichen Afrika die Möglichkeit, eine Fachjury von sich zu überzeugen.


Innovation aus dem Süden Afrikas

Im Rahmen des sechsten virtuellen Messe-Pitches des Business Scouts for Development (BSfD) Programms kamen im Zeitraum vom 13. bis zum 15. Juli 26 ausgewählte Unternehmen aus dem südlichen Afrika zusammen. Die Unternehmen stammen aus den Branchen Technik und Fertigung, kreative Dienstleistungen, landwirtschaftliche Verarbeitung, Kunsthandwerk, Kosmetika und Accessoires. Eine virtuelle, landesspezifische Messelandschaft gab Unternehmen die Möglichkeit ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.

Die 11-köpfige Jury des virtuellen Messe-Pitches bestand aus Vertreter*innen des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft e. V. (AUMA), FairPros, Manuyoo, United Nations Industrial Development Organization (UNIDO), Import Promotion Desk (IPD) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Zusammen mit dem südafrikanischen Ministerium für Handel, Industrie und Wettbewerb und dem namibischen Amt für Investitionsförderung und Entwicklung bestimmte die Jury insgesamt 26 Finalist*innen.

Abbildung 1: © goldenebotschaft GmbH


26 Gewinner*innen konnten das Komitee mit ihren innovativen Geschäftsmodellen und nachhaltigen Ansätzen überzeugen. Sie erhalten nun Zugang zum Messeförderungsprogramm des Business Scouts for Development Programms, das sie für die Teilnahme an deutschen und europäischen Leitmessen vorbereitet.

Handwerkskunst aus Namibia

Eines der ausgewählten Unternehmen ist das namibische Kunsthandwerkunternehmen Omba Arts Trust, das seit mehr als 30 Jahren einen nachhaltigen Lebensstandard und benachteiligte Kunsthandwerkergemeinschaften fördert. Die Produkte des Unternehmens umfassen Schmuck aus Straußeneierschalen, Körbe sowie zeitgenössische San-Kunst und Textilien. Omba hat sich zum Ziel gesetzt, eine Auswahl hochwertiger und einzigartiger namibischer Produkte zu produzieren und zu vermarkten, die in der lokalen Kultur verwurzelt sind und einen modernen Stil aufweisen.

Über das Messeförderungsprogramm möchte Omba Kontakte zum europäischen Markt knüpfen und eine neue Vertriebsplattform finden. Besonders durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Tourismussektor gingen die lokalen Verkäufe stark zurück. Diese Situation nimmt das Unternehmen verstärkt zum Anlass seine Großhandels- und Exportmärkte zu vergrößern, um das Einkommen der Kunsthandwerker zu erhöhen und zu erhalten.

Abbildung 2: © Omba Trust Arts


Technik trifft Ausbildung in Südafrika

Auch aus dem Bereich Technik und Fertigung überzeugten Unternehmen, darunter The Engineering HUB. Laut dem Geschäftsführer, Wesley Augustyn, hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, „das Leben der Menschen durch Technik zu verbessern“. The Engineering HUB bietet Produkte und Dienstleistungen im Bereich Automatisierung, Feinmechanik, Industriebau und Schiffsmaschinenbau an. Das Unternehmen produziert qualitativ hochwertige Maschinenbauteile zu wettbewerbsfähigen Preisen und arbeitet mit innovativen Prüfeinrichtungen zusammen, die die Arbeit des Unternehmens unterstützen. Es beliefert bereits seit fast 10 Jahren deutsche Erstausrüster in Südafrika und derzeit bis zu 80 multinationale Fabriken.

Das junge und dynamische Unternehmen überzeugte insbesondere auch durch seine sozial nachhaltige Strategie, denn The Engineering HUB fokussiert sich in Südafrika stark auf berufliche Ausbildungen.

Durch die AHK Südliches Afrika ist das Unternehmen auf den virtuellen Messe-Pitch aufmerksam geworden. Das Messevorbereitungsprogramm ermöglicht dem Unternehmen ihre Produkte erfolgreich dem internationalen Markt zu präsentieren. Dabei möchten sie neuen Kunden gewinnen und gleichzeitig einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten.

Abbildung 3: © The Engineeering HUB


Business Scouts fördern die Messe-Teilnahme

Die Business Scouts for Development sind als entwicklungspolitische Expert*innen in rund 40 Ländern weltweit tätig. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beraten sie deutsche, europäische und lokale Unternehmen zu entwicklungspolitischen Themen und fördern verantwortungsvolles wirtschaftliches Engagement durch Kooperationsprojekte. Dafür arbeiten sie eng mit Unternehmen, die in wirtschaftlichen Verbänden, wie dem BDI, tätig sind, und Organisationen der beruflichen Bildung in Deutschland und vor Ort zusammen. Durch ihren Sitz in Partnerinstitutionen und Auslandshandelskammern sind sie direkt in die wirtschaftliche Arbeit vor Ort integriert und können entwicklungspolitische Ansätze anstoßen und fördern.

Sie wünschen nähere Informationen zu den Messe-Pitchs? Frank Fromme und Sarah Vogt stehen Ihnen gerne für Ihre Rückfragen zur Verfügung.


Titelbild: © goldenebotschaft GmbH, 2021

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