Antal Adam

Entwicklungszusammenarbeit mit leverist.de

Die internationale Entwicklungszusammenarbeit (früher auch Entwicklungshilfe genannt) ist das Ziel der globalen Staatengemeinschaft, Hunger und Armut auf der Welt zu bekämpfen und eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und politischen Verhältnisse herbeizuführen.

Bild 1: Die nachhaltige Absicherung der Existenzgrundlage von Menschen weltweit ist Kernziel der Entwicklungszusammenarbeit


Hilfe zur Selbsthilfe

Im Gegensatz zur Nothilfe – etwa bei Naturkatastrophen – will die internationale Entwicklungszusammenarbeit dazu beitragen, dass sich die Verhältnisse für die Bevölkerung dauerhaft verbessern und die betroffenen Entwicklungs- und Schwellenländer in die Lage versetzt werden, ihre Entwicklung selbstbestimmt und eigenverantwortlich zum Wohl ihrer Gesellschaft zu gestalten.

Der Begriff Entwicklungshilfe ist in den 1960er Jahren entstanden, als zahlreiche Kolonien unabhängige Staaten wurden und Unterstützung beim Aufbau eines eigenständigen Gemeinwesens benötigten.

Heute umfasst die internationale Entwicklungszusammenarbeit eine Reihe von unterschiedlichen Maßnahmen, Projekten und Themen, die dem Aufbau, der wirtschaftlichen, technischen und sozialen Förderung und Weiterentwicklung von Entwicklungsländern auf Augenhöhe dienen.

Win-Win-Situation

Die internationale Entwicklungspolitik ist dabei nicht auf das Verteilen von Almosen ausgerichtet, sondern anerkennt, dass durch die enge Verflechtung der Volkswirtschaften auch die Industrieländer von einer stabilen Weltwirtschaft abhängig sind. Denn Kriege, gewaltsame Konflikte, Finanz- oder Wirtschaftskrisen in Afrika, Asien oder Südamerika haben unmittelbaren Einfluss auf Sicherheit und Wohlstand in anderen Regionen. Internationale Entwicklungszusammenarbeit hilft also nicht nur den Nehmern, sondern auch den Gebern.

Aus diesem Grund haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sich mit der Agenda 2030 17 Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) gesetzt, um eine nachhaltige Entwicklung auf der ganzen Welt zu fördern, indem unter anderem Gesundheit und hochwertige Bildung verbessert, Ungleichheit abgebaut und das Wirtschaftswachstum angekurbelt wird. Gleichzeitig dienen die SDGs der Bekämpfung des Klimawandels und dem Erhalt der Lebensgrundlagen, etwa der Ozeane und Wälder.

Bild 2: Die Staatengemeinschaft hat sich auf 17 Nachhaltigkeitsziele geeinigt


Entwicklungszusammenarbeit/Entwicklungshilfe wirkt

Zwar geben die Staaten der Welt mehr als zehnmal so viel Geld für Rüstung und Militär aus als für Entwicklungszusammenarbeit, dennoch können sich die Ergebnisse der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sehen lassen: In den vergangenen 20 Jahren ist die weltweite Anzahl der Menschen, die in absoluter Armut leben um mehr als die Hälfte gesunken.

Die Gesamtausgaben der Staaten der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit) für die Entwicklungszusammenarbeit betrug im Jahr 2019 knapp 153 Milliarden US-Dollar, die deutschen Nettozahlungen für Entwicklungshilfe im Rahmen der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit im selben Jahr rund 24 Milliarden Dollar. Damit ist Deutschland der zweitgrößte Geldgeber nach den USA (mit 33 Milliarden Dollar im Jahr 2019).

Bild 3: Der Klimaschutz ist für nachhaltige Entwicklung zentral


Globale Verantwortung

Syrien ist der größte Empfänger deutscher bilateraler Zahlungen für Entwicklungshilfe. Das vom Bürgerkrieg gebeutelte Land erhielt im Jahr 2019 rund 684 Millionen Euro vom Bund. Indien hat im selben Jahr etwa 530 Millionen Euro bekommen. Andere Nehmerländer waren beispielsweise Irak, Afghanistan und Jordanien.

Am Beispiel Indiens zeigt sich, wie die vielseitig die Entwicklungszusammenarbeit ausgerichtet ist: Denn dort steht – im Gegensatz etwa zu Afrika - nicht die Bekämpfung von Armut im Vordergrund, sondern der Klimaschutz und damit die Sicherung der globalen Lebensgrundlage.

Dies zeigt, in wie vielen Bereichen Programme der Bundesregierung im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe wirken. Beispielsweise werden auch Innovationen für nachhaltige Landwirtschaft gefördert, Solarenergie aufgebaut, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für lokales Personal in verschiedenen Branchen angeboten, wirtschaftliche Netzwerke unterstützt, digitale Innovationen und moderne Infrastruktur gefördert.

Die Umsetzung in den Partnerländern erfolgt in der Regel durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Die Verantwortung liegt jedoch nicht immer ausschließlich bei einer Institution, sondern je nach Schwerpunkt auch bei Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und anderen Partnern.

Bild 4: Geschäfts-und Kooperationsmöglichkeiten auf leverist.de


Entwicklungszusammenarbeit mit
leverist.de

Auch die Matchmaking-Plattform leverist.de ist eine der vielen Maßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, für die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zuständig ist. Bei leverist.de liegt der Fokus darauf, Unternehmen aus der Privatwirtschaft für eine Beteiligung an Projekten der Entwicklungszusammenarbeit zu gewinnen, von der alle Kooperationspartner*innen profitieren: die Unternehmen, indem sie neue und lukrative Märkte für ihre Produkte und Dienstleistungen etwa in Afrika, Südamerika oder Asien erschließen und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten, und die Entwicklungsländer, die vom Know-how und/oder den Investitionen profitieren.

Entdecken Sie hier alle profitablen und zugleich nachhaltigen Geschäftsmöglichkeiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf leverist.de



Bildrechte

HeroBild: Juliana Kozoski, Unsplash 2022 (1) Thomas Gamstaetter, Unsplash, 2022 (2) SDGs Design Unit, 2022 (3) veeterzy, Unsplash, 2022 (4) leverist.de, 2022

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