Neue Märkte für namibische Handwerkskunst

Die Initiative"Mine Stones" das die GIZ im Rahmen des Projekts „Förderung von Unternehmens- und Finanzdienstleistungen“ in Zusammenarbeit mit dem namibischen Ministerium für Industrialisierung und Handel (MIT) umsetzt, unterstützt die Herstellung und den Export von Schmuck aus Halbedelsteinen aus Namibia. Ziel ist es, namibischen Minenarbeiter*innen und den Künstler*innen, die den Schmuck herstellen, sowie deren Familien ein solides Einkommen zu ermöglichen. Über leverist.de konnte das Projekt nun eine Abnehmerin in Deutschland finden.

Namibia ist reich an natürlichen Ressourcen, insbesondere an Halbedelsteinen. Diese werden jedoch oft ohne Weiterverarbeitung und zu niedrigen Preisen auf verschiedensten Kanälen verkauft und exportiert. Als Koordinatorin des Business & Cooperation Desks des Global Business Network Programms der GIZ, das die Beziehungen zwischen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der Privatwirtschaft in Namibia und Europa stärkt, setzt sich Christina Pfandl für faireren Handel ein: „Dazu zählt unter anderem der Vertrieb der möglichst vor Ort weiterverarbeiteten Halbedelsteine nach Europa.“

Um passende Abnehmer*innen des 100% afrikanischen Schmucks zu finden, hat Christina Pfandl zusammen mit Kollegen eine Geschäftsmöglichkeit auf leverist.de veröffentlicht und innerhalb weniger Wochen eine Interessentin gefunden: “Mitte Oktober hatten wir einen interessanten Match mit einer Unternehmerin aus Deutschland. Sie vertreibt über ihre Firma BAGHI nachhaltige Produkte aus Entwicklungs- und Schwellenländern an eine Vielzahl von Eine-Welt-Läden und Boutiquen in Deutschland und hat sich über die Plattform mit uns in Verbindung gesetzt.”

Die Unternehmerin war auf der Suche nach neuen Produkten. Über leverist.de konnte sie Kontakt zur GIZ in Namibia aufnehmen und sich mit den Produzierenden vor Ort in Verbindung setzen. Wenige Gespräche zwischen dem deutschen Unternehmen und den namibischen Hersteller*innen genügten. Kurz darauf wurden erste Ausstellungsstücke nach Deutschland geliefert, um diese auf Messen dem Einzelhandel vorzustellen. Kundenwünsche werden nun in die Produktion neuer Schmuckstücke aufgenommen und eine Belieferung von Läden in Deutschland ist für Ende 2020 geplant.

Ein Beispiel für in Namibia hergestellten Schmuck (Urheberrechte: GIZ/Christina Pfandl, 2019)

Sowohl für die Hersteller*innen und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Namibia, als auch die Unternehmerin bietet leverist.de eine einmalige Plattform, um in Kontakt zu treten. „Über leverist.de kamen wir in Kontakt mit einem sehr spannenden und passenden Unternehmen, das wir über traditionelle Kanäle wie Newsletter oder Internetrecherche nicht erreicht hätten“, berichtet Christina Pfandl. In den letzten Monaten hat sie daher über 15 weitere Geschäftsmöglichkeiten in verschiedenen Sektoren wie Biomasse, Einzelhandel oder auch im Gesundheitswesen auf leverist.de veröffentlicht.

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Global Business Network Programm (GBN) betreibt in ausgewählten Ländern Afrikas und Asiens Business & Cooperation Desks, um die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und die Privatwirtschaft in den Zielländern stärker miteinander zu verknüpfen.

Urheberrechte Hero-Bild: GIZ/Andreas Lange 2019

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