Carolin Schnieder

Bewerbungsendspurt für den Deutschen Unternehmenspreis für Entwicklung 2021

Ein Schulungszentrum in Botswana, in dem deutsche Azubis lokalen Fachkräften Hydrauliktechnik vermitteln; eine Onlineplattform, die Unternehmen bei der Etablierung von Solarenergiesystemen unterstützt; eine Technikakademie in einem Armenviertel in Indien – all diese Projekte haben eins gemeinsam: Sie überzeugten in den vergangenen Jahren die Jury des Deutschen Unternehmenspreises für Entwicklung. Der Preis zeichnet unternehmerisches Engagement mit einer positiven Wirkung für Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern aus und geht nun in die nächste Runde. Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern können sich bis zum 16. November 2020 bewerben. Die Preisübergabe findet voraussichtlich Anfang 2021 durch Entwicklungsminister Gerd Müller statt.

Mit dem Deutschen Unternehmenspreis für Entwicklung soll bestehendes Engagement von Unternehmen gewürdigt und zugleich ein Impuls für innovative Ideen gegeben werden. Er wird daher in zwei Kategorien verliehen, die jeweils mit 30.000 Euro dotiert sind:

  • Die Kategorie A „Wirtschaft für Entwicklung“ zeichnet bereits umgesetzte oder erfolgreich laufende Projekte aus. Die Kategorie ehrt somit langfristiges unternehmerisches Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern, das über die übliche Geschäftstätigkeit hinausgeht und messbare Wirkungen vor Ort zeigt.
  • Die Kategorie B „Innovation für Entwicklung“ ist an Unternehmen gerichtet, die mit einer neuen Idee für ein Produkt oder eine Dienstleistung die Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungs- oder Schwellenländern langfristig verbessern wollen. Im Fokus stehen hier Unternehmen, die eine Lösung bis zur Marktreife entwickelt haben und diese nun zum Einsatz bringen oder weiter ausbauen möchten. Im Jahr 2021 sollen in dieser Kategorie insbesondere (wenn auch nicht ausschließlich) Unternehmen auszeichnet werden, die mit ihrer Idee in einem Entwicklungs- oder Schwellenland die Folgen der Corona-Krise abfedern wollen.

Das Preisgeld fließt in die prämierten Projekte und Produktideen und gibt so zusätzliche Impulse für die Aktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die ausgezeichneten Unternehmen verpflichten sich, das Preisgeld zweckgebunden für ihr weiteres Engagement zugunsten der Bevölkerung vor Ort einzusetzen.

Die Auszeichnung wird auf Initiative der Carl Duisberg Gesellschaft e.V., einem gemeinnützigen Verein zur Förderung der internationalen beruflichen Bildung und Personalentwicklung, vergeben. Die Durchführung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) liegt bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Weitere Informationen zum Preis und zu den bisher ausgezeichneten Unternehmen sowie die Fördergrundsätze und alle Unterlagen für die Bewerbung finden sich unter www.deutscher-unternehmenspreis-entwicklung.de.