Kristina Droll

Auf einen Blick – Abfallmanagement in Westafrika

Sie möchten mit Ihrem Unternehmen den Schritt nach Westafrika wagen, Ihnen fehlen aber die erforderlichen Informationen? Finden Sie in der Publikation “Neue Märkte - Neue Chancen: Abfallmanagement in Westafrika” Informationen zum Wirtschaftsumfeld und zu Förder- und Beratungsmöglichkeiten für Ihren Weg in den westafrikanischen Markt!

Zur Publikation

“Neue Märkte - Neue Chancen: Abfallmanagement in Westafrika” ist eine Gemeinschaftspublikation von Germany Trade & Invest (GTAI), German RETech Partnership und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, herausgegeben im Mai 2022. Im Folgenden haben wir wichtige Aspekte aus der Publikation zusammengestellt.

Investitionsgrundlage

Westafrika ist geprägt durch ein starkes Bevölkerungswachstum, das einhergeht mit einer entsprechenden Zunahme der Müllmengen, ohne dass gleichzeitig die erforderlichen Kapazitäten für eine geordnete Abfallwirtschaft aufgebaut werden. Ein besonderes Problem stellt gerade in Westafrika der zunehmende Anteil an Elektroschrott und Plastikabfällen dar. Eine geordnete Abfallwirtschaft leistet nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz, sie ist vor allem auch Voraussetzung für Hygiene und damit die Gesundheit der Bevölkerung, sie schafft Arbeitsplätze und fördert so die wirtschaftliche Entwicklung. Deutsches Know-how und Technologie können hier einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau nachhaltiger abfallwirtschaftlicher Strukturen leisten. Deutschland und seine Abfall- und Recyclingwirtschaft gelten international als Vorbild und bieten aufgrund ihrer Technologieführerschaft relevante, erprobte und wettbewerbsfähige Lösungen an.

Die Publikation bietet einen Überblick zu Deponien, Wertstoffen und Bioabfall in den Ländern Nigeria, Senegal und Côte d’Ivoire. Mehr zu den wirtschaftlichen Perspektiven finden Sie auf der GTAI-Länderseiten zu Nigeria, Senegal und Côte d’Ivoire.

Die Region im Überblick

Die rasante wirtschaftliche Entwicklung, das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Urbanisierung in westafrikanischen Ländern haben zu steigendem Konsum und zu einem drastisch wachsendem Abfallaufkommen geführt. So fallen jährlich in Nigeria etwa 38 Millionen Tonnen, im Senegal mehr als 3 Millionen Tonnen und in Côte d’Ivoire rund 6 Millionen Tonnen Abfall an. Da die Abfallwirtschaft jedoch noch wenig entwickelt ist, werden nur etwa 20 % des Abfalls auf geordneten Deponien abgelagert, die zudem meist nicht den internationalen technischen Standards entsprechen. In Anbetracht wachsender Abfallmengen und unzureichender Kapazitäten steht die Modernisierung des Abfallsektors zunehmend auf der politischen Agenda. Dies beinhaltet auch die regulatorischen Rahmenbedingungen für Abfallreduzierung und die Erhöhung von Recyclingquoten bei Verpackungs- und Plastikmüll sowie den Bau von geordneten Deponien. Insbesondere in den Bereichen Wertstoff, Bioabfall und Deponie können sich deutsche Unternehmen einbringen, da die oben genannten westafrikanischen Staaten nur über begrenzte Mittel verfügen, so dass die Finanzierung zunehmend über PPP-Projekte (Public-private Partnerships) und die Vergabe von Konzessionen erfolgen soll. Eine stärkere Einbindung des Privatsektors ist erwünscht.

Auf leverist.de können Sie spannende Geschäftsmöglichkeiten finden


Beispiel für Geschäftsmöglichkeiten im Bereich Abfallmanagement:

Ihr Unternehmen ist auf dem Gebiet des Abfallmanagements tätig? Sie sind an afrikanischen Ländern als Markt interessiert? Expert*innen der GIZ suchen nach Unternehmen, die in eine ordnungsgemäße Abfallbewirtschaftung in Kenia investieren möchten oder ein Beratungsangebot für deutsche Abfallwirtschaftsunternehmen im südlichen Afrika in Anspruch nehmen wollen. Vernetzen Sie sich direkt mit den entsprechenden Ansprechpartner*innen.

Lesen Sie mehr zu Westafrika und Unterstützungsangeboten für Ihr Unternehmen im Branchenguide Neue Märkte – Neue Chancen: Abfallmanagement in Westafrika“.

Bildrechte: Sigmund, Unsplash 2022

leverist.de hat eine Sondermaßnahme zur Unterstützung von Unternehmen in der Ukraine und Moldau sowie Hilfsorganisationen in Deutschland aufgesetzt. Mehr Informationen auf den dafür eingerichteten Sonderseiten.

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